Empfang in den Bergen

Wo gibt es keinen Handyempfang?

Kurze Antwort: generell in allen höher gelegenen und abgelegenen Regionen. Je weiter weg von Straße, Ort oder Seilbahn – und je mehr Fels zwischen dir und dem nächsten Sendemast – desto unzuverlässiger wird der Mobilfunk. Genau dort ist ein Satellitenkommunikator sinnvoll.

Übersicht: typische Funklöcher in den Ostalpen

Schematische Übersicht entlang des Alpenbogens (West → Ost) – keine Betreiberdaten, sondern Erfahrungs- und Geländewerte. Für den konkreten Ort: RTR-Versorgungskarte „Mobile Netzabdeckung" (Open Data der Netzbetreiber).

Vorarlberg / Tirol West Steiermark / NÖ Silvretta / Rätikon Ötztaler / Stubaier Zillertaler Alpen Karwendel Hohe Tauern Karnischer Kamm Dachstein Niedere Tauern Reißeck / Kreuzeck Nockberge Reichenfels / Lavanttal oft gar kein Empfang lückenhaft / unzuverlässig

Nockberge & Gurktaler Alpen

Kärnten / Steiermark

Sanfte, weitläufige Gipfelrücken, aber viele Almgebiete und Seitentäler ohne verlässlichen Empfang.

Reißeck- & Kreuzeckgruppe

Kärnten

Hochgelegene Seenplateaus und steile Kare – abseits der Seilbahn schnell ohne Netz.

Hohe Tauern (Glockner, Sonnblick, Ankogel)

Kärnten / Salzburg / Tirol

Gletschergelände, tief eingeschnittene Täler, Schattseiten. Auf Hochtouren streckenweise gar kein Signal.

Karnischer Hauptkamm

Kärnten / Osttirol (Grenzkamm)

Langer Grenzrücken, wechselnde Netze zwischen Österreich und Italien, viele Löcher.

Niedere Tauern (Schladminger, Wölzer, Seetaler)

Steiermark / Kärnten

Lange Übergänge fernab von Straßen, Nordseiten oft ohne Empfang.

Zillertaler, Stubaier & Ötztaler Alpen

Tirol

Hinterste Talschlüsse und Gletscher – Klassiker für stundenlang kein Netz.

Silvretta & Rätikon

Vorarlberg / Tirol

Hochalpine Seen- und Kammtouren nahe der Schweizer Grenze.

Dachstein & Gosaukamm

OÖ / Steiermark / Salzburg

Gletscherplateau und Klettersteige, empfindliche Empfangslage abseits der Bergstationen.

Karwendel

Tirol

Große, straßenlose Kernzone – im Inneren oft kein Signal.

Und außerhalb der Alpen: Nordamerika

Der Garmin inReach funktioniert über das Iridium-Netz weltweit – also auch hier. In Nordamerika gibt es weit größere zusammenhängende Flächen ganz ohne Mobilfunk als in Europa. Schematische Übersicht, keine Betreiberdaten. Für konkrete Orte helfen die Abdeckungskarten der jeweiligen Anbieter bzw. Behörden (z. B. FCC National Broadband Map in den USA).

Alaska & Yukon Nordkanada (NWT / Nunavut) Kanad. Rockies US Rockies / Wind River Sierra Nevada Canyon-Südwesten Boundary Waters Appalachen Neufundland / Labrador oft gar kein Empfang lückenhaft / unzuverlässig

Alaska & Yukon

USA / Kanada

Riesige straßenlose Wildnis – abseits der wenigen Highways und Orte fast durchgehend ohne Mobilfunk.

Nordkanada (NWT & Nunavut)

Kanada

Tundra und Barrens, Siedlungen hunderte Kilometer auseinander. Netz nur in den Orten selbst.

Kanadische Rockies & Coast Mountains

British Columbia / Alberta

Gletscher, tiefe Täler, Blockgelände. Abseits von Straße und Skigebieten schnell kein Signal.

US Rocky Mountains / Wind River Range

Wyoming / Montana / Colorado

Weite Hochplateaus und Wilderness Areas, mehrtägige Zugänge ohne jede Zelle.

Sierra Nevada / High Sierra

Kalifornien

Auf Höhenwegen wie dem John Muir Trail streckenweise tagelang kein Empfang.

Colorado Plateau & Canyon-Südwesten

Utah / Arizona

In engen Slot Canyons und tief eingeschnittenen Schluchten kein Signal – auch nahe Straßen.

Boundary Waters & Quetico

Minnesota / Ontario

Seen- und Wald-Wildnis, motor- und meist netzfrei.

Appalachian Trail – abgelegene Abschnitte

Maine / New Hampshire u. a.

In der 100-Mile-Wilderness und den White Mountains oft kein Netz.

Neufundland & Labrador

Kanada

Dünn besiedelte Küsten und Hochland, große Funklöcher abseits der Route 1.

John Muir Trail

Sierra Nevada, Kalifornien

Weitwanderung · 3–4 Wochen

Empfang: Über weite Strecken kein Empfang – erst an Ausgängen wie Reds Meadow.

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Wind River High Route

Wyoming

Weglose Hochroute · 6–9 Tage

Empfang: Durchgehend ohne Netz.

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Chilkoot Trail

Alaska / British Columbia

Historischer Pass · 3–5 Tage

Empfang: Streckenweise kein Empfang, grenzüberschreitend.

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Wonderland Trail

Mount Rainier, Washington

Umrundung · 9–13 Tage

Empfang: In den Wäldern und an der Nordseite meist kein Signal.

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Nahanni River

Northwest Territories

Wildnis-Kanufahrt

Empfang: Tagelang komplett netzfern.

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Und auf dem Wasser: Küste, Fjorde, offene See

Mobilfunk reicht – je nach Sendemast und Küstenform – meist nur rund 5 bis 30 km auf See hinaus. Hinter Inseln, in Fjorden und Buchten bricht das Signal oft schon in Ufernähe weg. Auf offener See gibt es gar keinen Empfang – Iridium deckt als einziges Netz die kompletten Ozeane ab.

Küstennähe: Rest-Empfang, oft schon lückig wenige Seemeilen: Signal bricht ab hinter Inseln / Fjordwänden: schon nah am Land nichts offene See: kein Mobilfunk Küste offene See › kein Empfang lückenhaft

Kroatische Inselwelt & Kornaten

Adria

Außerhalb der Marinas und Orte lückig; in den einsamen Buchten und hinter den Inseln meist gar kein Netz.

Norwegische Fjorde & Lofoten

Norwegen

Empfang nur nahe Siedlungen. Steile Fjordwände schirmen ab – schon wenige hundert Meter abseits kein Signal.

Schottische Westküste & Hebriden

Schottland

Große Funklöcher entlang der Highlands-Küste und zwischen den Inseln.

Schwedische & finnische Schärengärten

Ostsee

Nur punktueller Empfang; im äußeren Schärengarten und Richtung Åland bricht es weg.

Griechische Kykladen & Sporaden

Ägäis

Abseits der Häfen und auf den Überfahrten zwischen den Inseln oft kein Netz.

Island – Küste & Hochland

Nordatlantik

Außerhalb der Ringstraße kaum Abdeckung, an der Küste schnell nichts.

Offene See – generell

weltweit

Mobilfunk reicht je nach Sendemast und Küste meist nur rund 5–30 km hinaus. Danach: nichts.

Blauwasser-Törns

Atlantik u. a.

Biskaya, Kanaren-Überfahrt, Atlantiküberquerung: wochenlang komplett ohne Mobilfunk.

Kornaten-Törn

Kroatien, Adria

Segeltörn · 1–2 Wochen

Empfang: In den einsamen Buchten und hinter den Inseln oft kein Empfang.

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Lofoten mit dem Seekajak

Norwegen

Küsten-Kajaktour · 5–10 Tage

Empfang: Zwischen den Inseln und in den Fjorden streckenweise kein Signal.

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Stockholmer Schärengarten

Schweden, Ostsee

Kajak / Kleinboot · mehrtägig

Empfang: Im äußeren Schärengarten nur vereinzelt Netz.

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Atlantiküberquerung (ARC-Route)

Kanaren → Karibik

Blauwasser · ~3 Wochen

Empfang: Durchgehend kein Mobilfunk – Iridium deckt die gesamte Strecke ab.

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Hebridean Way auf dem Wasser

Äußere Hebriden, Schottland

Küstenkajak · 1–2 Wochen

Empfang: Lange netzfreie Abschnitte entlang der Westküste.

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Wichtig für Hochsee-Törns: Der inReach ersetzt keine registrierte 406-MHz-Seenotfunkbake (EPIRB/PLB). Er ist die günstige, mietbare Ergänzung – Nachrichten, Wetter, Position teilen und ein SOS mit Textdialog zur Garmin-Notfallzentrale.

Alpen-Tourenvorschläge mit schlechtem oder keinem Empfang

Bekannte Touren durch die oben genannten Alpen-Gebiete. Angaben sind Anhaltspunkte – prüfe Verhältnisse, Wetter und Können vor der Tour.

Großglockner über die Stüdlhütte

Hohe Tauern, Kärnten/Osttirol

Hochtour, Gletscher, I–II · 2 Tage

Empfang: Ab dem Ködnitzkees streckenweise kein Empfang.

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Nockberge-Höhenweg

Nockberge, Kärnten

Weitwanderung über sanfte Gipfelrücken · 3–5 Tage

Empfang: Auf den Rücken teils Empfang, in den Karen und Almgräben oft nicht.

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Reißeck-Höhenweg / Seenrunde

Reißeckgruppe, Kärnten

Hochgebirgswanderung, Seenplateau · 1–2 Tage

Empfang: Abseits der Reißeckbahn rasch ohne Netz.

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Karnischer Höhenweg (Weg 403)

Karnischer Hauptkamm

Grenzkamm-Weitwanderung · 5–7 Tage

Empfang: Ständig wechselnde bzw. fehlende Netze am Grenzrücken.

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Berliner Höhenweg

Zillertaler Alpen, Tirol

Anspruchsvolle Hüttenrunde, Blockgelände · 6–8 Tage

Empfang: Über weite Abschnitte kein Empfang.

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Wildspitze über die Breslauer Hütte

Ötztaler Alpen, Tirol

Hochtour, Gletscher · 2 Tage

Empfang: Im Gletscherbereich kein verlässliches Signal.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob meine Tour im Funkloch liegt?

Faustregel: je höher und je weiter von Straße, Ort oder Seilbahn entfernt, desto unzuverlässiger. Nord- und Schattseiten, tief eingeschnittene Täler, Klammen und die Rückseite eines Grats sind besonders anfällig. Für den konkreten Punkt hilft die offizielle RTR-Versorgungskarte (Open Data der Netzbetreiber).

Reicht es, das Handy im Notfall hochzuhalten?

Nur wenn überhaupt ein Signal in Reichweite ist. Ist gar kein Netz da, geht auch der Euronotruf 112 nicht. Ein Satellitenkommunikator wie der Garmin inReach Mini 2 funktioniert unabhängig vom Mobilfunk über Satellit.

Für welche Touren lohnt sich ein gemieteter inReach?

Für einzelne mehrtägige oder hochalpine Touren in den oben genannten Gebieten – Alpenüberquerung, Hochtour, Weitwanderung, Skitour. Kaufen lohnt sich meist erst, wenn du mehrmals im Jahr in netzfernem Gelände unterwegs bist.

Funktioniert der inReach auch in Nordamerika?

Ja. Der Garmin inReach Mini 2 nutzt das Iridium-Satellitennetz und funktioniert weltweit – auch in Alaska, den Rocky Mountains, der Sierra Nevada oder der kanadischen Wildnis. Gerade dort gibt es riesige Flächen ganz ohne Mobilfunk. Der Versand erfolgt allerdings innerhalb Österreichs und Deutschlands; nimm das Gerät auf die Reise mit.

Funktioniert der inReach auf See?

Ja. Iridium deckt als einziges Satellitennetz die kompletten Ozeane und Polregionen ab – der inReach funktioniert also mitten auf dem Atlantik genauso wie in einer kroatischen Bucht. Mobilfunk reicht dagegen meist nur wenige Seemeilen vor die Küste.

Ersetzt der inReach eine Seenotfunkbake (EPIRB/PLB)?

Nein. Für ernsthafte Hochsee-Törns bleibt eine registrierte 406-MHz-Bake (EPIRB an Bord, PLB am Körper) der Standard – sie funkt direkt zu den Seenot-Leitstellen. Der inReach ist die günstige, mietbare Ergänzung: Zwei-Wege-Nachrichten, Wetter, Position teilen und ein SOS mit Textdialog zur Garmin-Notfallzentrale, die mit den Rettungsdiensten (z. B. MRCC) koordiniert.

Weiterlesen: Wo hört der Handyempfang in den Bergen auf? · inReach vs. Handy im Notfall · inReach für die Alpenüberquerung

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